Sebastian Backhaus

Sebastian Backhaus

Marketing, Medien und Nachhaltigkeit

Schlagwort: FairTrade

Blogparade: Kann denn Kaffee Sünde sein?

Das Maskal-Kaffee Blog und vital-genuss haben zur Kaffee-Parade aufgerufen. Als leidenschaftlicher Kaffeetrinker will ich gerne die gestellten Fragen beantworten. • Wie bereitest Du Dir Deinen Lieblingskaffee zu und was muss…

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Das Maskal-Kaffee Blog und vital-genuss haben zur Kaffee-Parade aufgerufen. Als leidenschaftlicher Kaffeetrinker will ich gerne die gestellten Fragen beantworten.

• Wie bereitest Du Dir Deinen Lieblingskaffee zu und was muss für Dich in einen „perfekten“ Kaffee rein: nix, Milch(schaum), Zucker, Sirup… ?

Ich habe zwei verschiedene Arten meinen Kaffee zuzubereiten. Morgen gibt´s Kaffee aus dem Espresskocher. Den Milchschaum für meinen Cappucino mache ich manuell mit einem speziellen Milchschaumtopf. Ich hasse diese kleinen Plastikmilchschäumer, die nach dem dritten Mal den Geist aufgeben. Ab Mittags gibt´s dann nur noch Espresso aus dem Vollautomaten, frisch gemahlen, schwarz, ohne Zucker und ohne Milch.

Achtest Du beim Kaffeekauf auf bestimmte Siegel (Bio, Transfair, UTZ Certified, Rainforest Alliance)? Wenn ja, warum?

Ich trinke privat und im Büro nur Kaffee, der bio-zertifiziert ist und aus fairem Handel stammt. Auf die Bio-Zertifizierung achte ich, a) weil Bio gut für mich und B) Bio gut für die Umwelt ist. Auf die FairTrade-Zertifizierung achte ich, weil ich es wichtig finde, dass die Kaffeebauern einen angemessenen Preis für ihre Arbeit erhalten und sie sich dadurch ihren Lebensunterhalt sichern können. Geschmack ist dabei trotzdem extrem wichtig. Beim Kaffee trinken „außer Haus“ kann ich leider nicht immer davon ausgehen, dass man einen zertifizierten Kaffee serviert bekommt. Auch wenn Freiburg den Ruf einer kleinen Öko-Hauptstadt hat gibt es eine Menge Cafés, die keinen zertifizierten Kaffee anbieten. Dennoch besuche ich lieber kleine unabhängige Cafés als Starbucks, Mc Café und Co.

• Ist Kaffee Deiner Meinung nach ein Problem für die Umwelt? Warum (nicht)? (C02-Verbrauch, Anbau, Pestizid- u. Herbizideinsatz, Energieverbrauch etc.)

Ich glaube, dass es kaum ein Lebensmittel-Produkt gibt, dass für die Umwelt vollkommen unproblematisch ist. Kaffee stellt dabei sicherlich keine Ausnahme dar. Durch die Wahl eines Bio-Kaffees kann man immerhin dafür sorgen, dass beim Anbau des Kaffees auf Pestizide und Herbizide verzichtet wird. Durch den Transport des Kaffees um die halbe Welt entstehen natürlich CO2-Emissionen. Kaffee wächst schließlich nicht in Italien (auch wenn einige bei ihrem italienischen Espresso immer noch davon ausgehen). Bedenklich finde ich die Verbreitung der Kapsel-Systeme. Ziemlich viel Müll für wenig Kaffeegenuss! 

• Fühlst Du Dich beim Kaffeekauf genügend informiert (Angaben auf der Packung, Webseite des Herstellers etc.) oder welche Informationen vom Kaffeeanbau bis zur Zubereitung vermisst Du?

Da ich seit einiger Zeit den gleichen Kaffee trinke, weiß ich inzwischen relativ gut über Herkunft und Herstellung Bescheid. Interessant finde ich die genaue Herkunft des Kaffees und die Bedingungen vor Ort. Da ich hauptsächlich sortenreinen Espresso trinke, und mein Anbieter mit Infos nicht geizt, fühle ich mich gut beraten. Wie es bei anderen Kaffees aussieht kann ich nicht sagen, da ich schon länger nicht mehr darauf geachtet habe.

• Was war bislang Dein schönstes Kaffee-Erlebnis (Flirt am Kaffee-Automaten, Diskussionen in der Espressobar… was auch immer)?

Das kurioseste Erlebnis hatte ich wahrscheinlich in Griechenland, als ich meinen Kaffee runterstürzen wollte und dabei in eine zuvor in Zuckerwasser eingelegte Feige in meinem Mund stecken blieb. Scheint in der Region eine Spezialität zu sein. Ansonsten liebe ich Espressobars in Italien. Egal ob in der Kleinstadt oder in Rom am Hauptbahnhof. Nett ist auch, dass es in Italien einen Brauch gibt zwei Espressi zu zahlen und nur einen zu trinken. Das Geld für den anderen Espresso landet in einer Kasse und kommt denjenigen zugute, die gerade kein Geld für einen Kaffee haben.

Wer auch Zeit und Lust hat die Fragen zu beantworten, bei Maskal-Kaffee Blog und vital-genuss steht wie der Ablauf funktioniert. Zu gewinnen gibt es dabei übrigens auch etwas.

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Blogkarneval zum Thema Fairtrade

Christoph Harrach von KarmaKonsum startet den zweiten Blogkarneval, dieses Mal zum Thema Fairer Handel. Hintergrund ist die Faire Woche, die vom 15. bis 28. September 2008 in ganz Deutschland mit zahlreichen…

Christoph Harrach von KarmaKonsum startet den zweiten Blogkarneval, dieses Mal zum Thema Fairer Handel. Hintergrund ist die Faire Woche, die vom 15. bis 28. September 2008 in ganz Deutschland mit zahlreichen Aktionen stattfinden wird.

Beim Blogkarneval kann jeder der möchte das Thema aufgreifen und in seinem Blog behandeln. Wer keinen eigenen Blog betreibt darf sich auch in den Kommentaren auf KarmaKonsum verewigen. Kleiner Anreiz: Transfair verlost unter allen Teilnehmern ein paar Preise.

Eine weitere spannende Aktion von Christoph zur fairen Woche: Ein 14-tägiger Selbstversuch sich ausschließlich von fair gehandelten Lebensmitteln zu ernähren. Das Ganze wird dann in einem Videoblog dokumentiert. Hier ein kurzer Trailer dazu. Ich wünsche viel Glück dabei und bin gespannt wie aufwendig sich der Versuch gestalten wird. 

 

Sich einen Monat nur von Bio-Lebensmitteln zu ernähren hat übrigens Manuel Rosenboom von vital-genuss.de geschafft. Auf der dafür eingerichteten Seite kann man das Tagebuch und die Auswertungen nachlesen.

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eBay launcht FairTrade Plattform in den USA

Ein kurzer Linktipp: eBay hat in den USA eine neue Handelsplattform namens WorldofGood.com gestartet. Der Unterschied zu eBay besteht darin, dass man wesentlich mehr Informationen zu den einzelnen Produkten erhält uns sich…

Ein kurzer Linktipp: eBay hat in den USA eine neue Handelsplattform namens WorldofGood.com gestartet. Der Unterschied zu eBay besteht darin, dass man wesentlich mehr Informationen zu den einzelnen Produkten erhält uns sich Produkte auch nach den Auswirkungen seines Einkaufs anzeigen lassen kann. Das Ganze sieht dann als Filterfunktion so aus:

Says Robert Chatwani, eBay’s General Manager des Projektes sagt zu WorldofGood.com„What’s different about WorldofGood compared with eBay is that shoppers will have more information about products – where they come from, how they’re made, and how they affect the environment.“

Neben dem Shop-Bereich gibt es auch noch eine Community, in der man sich über Produkte und andere grüne Themen austauschen kann.

Via Stylespion

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