Bereits im Designprozess werden die Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen festgelegt. Um das Potential von Ecodesign für den Umweltschutz verstärkt in den öffentlichen Fokus zu rücken und Innovationen auf diesem Gebiet zu fördern, loben Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt dieses Jahr zum ersten Mal den Bundespreis Ecodesign aus. Unternehmen sowie Designerinnen und Designern wird mit diesem Wettbewerb eine Plattform geboten, um ihre Produkte und Ideen von herausragender ökologischer und gestalterischer Qualität zu präsentieren.
Eines meiner absoluten Highlights im Sommer jeden Jahres: Zwei voll gepackte Tage KarmaKonsum mit der inzwischen 6. Konferenz, dem GreenCamp und dem Gründer-Award. Dieses Jahr am 31. Mai und 1. Juni in Frankfurt am Main. Noch bis Ende Januar gibt es einen Early-Bird-Tarif für die Konferenz-Tickets. Da das Programm noch nicht veröffentlicht ist, könnte man meinen die Katze im Sack zu kaufen, aber wer KarmaKonsum kennt, der weiß, dass wieder für ein hochkarätiges Programm gesorgt sein wird.
Immer mehr Konsumenten entscheiden sich bei ihrem Konsum für ethisch hergestellte Produkte und geben mehr Geld dafür aus. Zugleich ist aber auch die Unsicherheit der Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung gestiegen. Vertrauen wird zum Schlüsselfaktor für den Verkauf von Waren. Unternehmen, die transparent und offen kommunizieren, werden zu den Gewinnern gehören. Das sind Kernergebnisse der 3. Otto Group Trendstudie 2011 (PDF, 4,2 mb) „Verbrauchervertrauen – auf dem Weg zu einer neuen Wertekultur“, die das Hamburger Trendbüro im Auftrag von Otto erstellt hat.
Im Vorfeld zum UN-Klimagipfel, der im Dezember im südafrikanischen Durban stattfindet, hat CNN eine neue Sendereihe namens „Road to Durban: A Green City Journey“ gestartet. Die Sendung zeigt, was Städte in verschiedenen Ländern gegen den Klimawandel unternehmen. Im September kommt die Sendung auch nach Deutschland. Ab sofort sucht CNN daher nach Ideen oder Projekten von Forschern, Unternehmern, Politikern, Initiativen und Privatpersonen aus Deutschland, die einen besonderen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft in grüneren Städten leisten.
Wir tauschen, leihen und mieten dank neuer Online-Angebote nun fast alles. Das ist inzwischen kein Geheimtipp mehr und wird auch immer häufiger von den (klassischen) Medien als Thema aufgegriffen. Ich bin gerade erst über Berichterstattungen im ZDF, dem enorm Magazin, der Zeitschrift GEO und dem Magazin Impulse (Artikel 1, Artikel 2) gestolpert. Da dachte ich mir (unter anderem inspiriert durch Fred Grimms Artikel im enorm Magazin), dass es an der Zeit ist, eine Liste mit Online Tausch-, Leih- und Miet-Plattformen (teilweise international und derzeit alles noch unsortiert) anzugehen. Es darf kommentiert und ergänzt werden.
Ich bin gerade auf der fünften KarmaKonusm Konferenz in Frankfurt. Was mich und rund 350 weitere Gäste heute erwartet könnt Ihr hier im Programm sehen. Wer das Geschehen auf Twitter verfolgen will, der sucht einfach nach dem Hashtag #kk11. Heute Abend folgt die Verleihung des Gründer-Awards und morgen das Greencamp.
Schon wieder ist eine Woche rum, seitdem ich auf der BioFach in Nürnberg war. Es war mein zweiter Besuch auf der Messe und er hat irgendwie gemischte Gefühle hinterlassen. Ganz abgesehen von der hervorragenden Organisation und dem exzellenten Service ist die BioFach im Mainstream voll angekommen – was sicherlich nicht erst seit diesem Jahr der Fall ist. Einerseits natürlich erfreulich, dass der Bio-Boom weiter anhält – andererseits bringt die zunehmende Kommerzialisierung der Branche auch Nachteile mit sich. Ich würde mir gerne weniger Verpackungsmüll, weniger Zusatzstoffe in Lebensmitteln und beim Auftritt der Hersteller etwas mehr Sein als Schein wünschen.
Letzte Woche habe ich auf der BioFach Konferenz über die Carrotmob-Bewegung gesprochen. Den Vortrag gibt es jetzt auch bei slideshare. Die anschließende Diskussion drehte sich grundsätzlich um ähnliche Fragen wie auch in den beiden letzten Jahren: Wer darf unterstützt werden? > Bio oder konventionell? > Klein oder groß? Dürfen Unternehmen Carrotmobs veranstalten? > Freiwilliges Engagement einer Gruppe oder Marketingmaßnahme von Unternehmen? Und dann? > Carrotmob oder Boykott? > Beides bitte!
Der Prix Pictet zeichnet Fotografien aus, die sich den Schlüsselfragen globaler Nachhaltigkeit widmen. Ich hatte bereits hier und hier darüber berichtet. Frisch erschienen ist jetzt der Bildband mit den Nominierten des dritten Prix Pictet. 2010 wurde das Thema Wachstum in den Fokus gerückt. Die zwölf für den Preis nominierten Künstler sind der Ambivalenz dieses Themas auf den Grund gegangen. Ihre Fotografien zeigen die Auswirkungen unseres ungezügelten und scheinbar endlosen Wachstums. Die Bilder zeigen eine Momentaufnahme der gesamten Bandbreite unseres Systems: Natur von ihrer schönsten, Armut von ihrer traurigsten und Umweltverschmutzungen von ihrer dreckigsten Seite.
Dienstag Abend, 8. Februar 2011, laufen auf Arte ab 20.15 Uhr gleich zwei empfehlenswerte Reportagen. 1. Rebellen der Erde, ein Film von Philippe Borrel über radikale Umweltschützer und 2. Tokyo Freeters, ein Film von Marc Petitjean über arbeitslose Menschen und Gelegenheitsarbeiter in Japan, die ein Gegenmodell zu dem ihnen veraltet erscheinenden herrschenden Gesellschaftsmodell entwickeln. Das FBI sieht die “Ökokrieger” inzwischen angeblich als zweitgrößte Bedrohung nach Al-Quaida. Wer keinen Fernseher hat, dem sei an dieser Stelle Zattoo empfohlen. Zur vollständigen Programmbeschreibung auf Arte.
Ein Thema, das sich zum Glück in letzter Zeit wachsender Beliebtheit erfreut: Am 1. und 2. März findet in Main die Konferenz Green Meetings & Events statt. Die Veranstaltung will Hilfestellung für Veranstalter und Pionierarbeit für die Branche leisten. Gemeinsam mit Experten sollen auf der Konferenz Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze entwickelt werden. Hier gibt es das komplette Programm und als Einstieg in das Thema “Grüner Tagen” kann man sich auf der Seite des German Convention Bureau umschauen. Bleibt zu hoffen, dass die Konferenz selbst als gutes Beispiel voran geht. Ich selbst habe in letzter Zeit viele Konferenzen zum Thema Klima- und Umweltschutz erleben müssen, bei denen zu wenig darauf geachtet wurde, wie umweltverträglich z.B. die An- und Abreise, die Tagungsunterlagen oder das Catering organisiert wurden.
Die Website GreenLeaks ist seit diesem Montag online und klingt nach dem, was sie einmal werden soll: Eine Plattform, auf der Missstände bei den Themen Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz aufgedeckt werden sollen. Es ist quasi das “grüne WikiLeaks“. Die Plattform, die sich momentan noch im Aufbau befindet, wurde u.a. von Scott Millwood, gebürtiger Australier, Anwalt, Dokmentar-Filmemacher und Autor, der inzwischen in Berlin lebt, gegründet. Darüber hinaus begleitet ihn eine Gruppe von internationalen Journalisten, Anwälten und Umweltaktivisten. Bei GreenLeaks geht es nicht nur um Themen von internationaler Brisanz (wie z.B. Umweltsünden von Großkonzernen) sondern auch um kleinere Vergehen auf lokaler Ebene: “We publish big and little stories.”















