Ein wahrer Leckerbissen vom Gestalten Verlag landete vor zwei Wochen in meinem Briefkasten: “Velo – Bicycle Culture and Design“. Ein 240 Seiten starkes Buch, das ich seitdem mehrfach in der Hand hatte. Nicht weil es darin viel zu lesen gibt, sondern weil das Buch einen hohen Bildanteil aufweist und man sich an den Bildern einfach nicht satt sehen kann. Wie der Titel schon verrät geht es in diesem Buch primär um Fahrradkultur und Design. Und genau zu diesen beiden Themen hat das Buch wirklich einiges zu bieten. Ein Muss für alle, die Fahrräder lieben. Auch erfreulich: Das Buch wurde ohne ökologisch sündhaften Veredelungsfirlefanz, auf FSC-zertfiziertem Papier und klimaneutral produziert. Zum Thema Fahrrad möchte ich Euch auch noch die Website von meinem Freund Michael Maier ans Herz legen. Er ist im Frühjahr über 2600 Kilometer mit dem Fahrrad durch die USA gefahren und hat seine Stationen in einem Online-Tagebuch dokumentiert: Lesens- und sehenswert!
Der Jahres-Almanach der Internationalen Slow Food Bewegung ist soeben erschienen. Auf 122 bebilderten Seiten kann man erleben, wie die Bewegung weltweit arbeitet. Zudem werden Projekte und Aktivitäten rund um den Globus vorgestellt. Die inhaltlichen Schwerpunkte: Biodiversität, Erziehung und Netzwerk. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des letzten Alamanachs 2008 hat sich Slow Food International aus ökologischen und ökonomischen Gründen entschieden, auf eine Printausgabe zu verzichten und das Jahrbuch nur als E-Book zu publizieren.
Seit dieser Woche ist das Green Fashion und Sustainable Design Magazin der Stadt Berlin kostenlos erhältlich. Es gibt dem Leser einen Überblick zu folgenden Themen: Nachhaltiges Design für Wohnobjekte, Mode und Accessoires, Szeneshops und Boutiquen, Online-Stores, Berater, Dienstleister und Lieferanten, Netzwerke und Plattformen, Blogs, Online-Magazine und Bücher, Initiativen und Projekte, Siegel und Zertifizierungen, Unterstützer, Förderer und Partner sowie grüne Events. Ich hab das Magazin hier mit issuu eingebunden. Viel Spaß beim lesen!
“Bürger lasst das Glotzen sein – reiht Euch in die Demo ein!” ist eine der Überschriften aus dem Protesthandbuch – einer gemeinsamen Arbeit der beiden Grafikerinnen Vera Warter und Sandra Benz aus München. Das „Handbuch für erfolgreiche Demonstrationen, Attacken und Aktionen“ ist ein erster Schritt für Unzufriedene, politisch Interessierte bzw. Protestbereite, ihre Situation selbst in die Hand zu nehmen und ihre Meinung öffentlich und erfolgreich kundzutun.
Bei solch einer Fülle an Veranstaltungen im Juli fällt es nicht leicht sich zu entscheiden. Ich plane aber gerade so viel wie möglich wahrzunehmen. Nachstehend ein kleiner Überblick der Veranstaltungen, zu denen ich wohl gehen werde. Das Bild stammt übrigens von Jeremy Dean, einem New Yorker Künstler der einen Hummer zu einer Kutsche umgebaut hat. Man kann ihn übrigens persönlich auf thekey.to treffen, wo er seine Ideen zur Wiederverwertung von Hummern vorstellen wird. “A protest against an unsustainable lifestyle” (New York Times). Hier noch der Link zu einem Video und Bildern der Kutsche.
Das Prinzip des Carrotmob dürfte inzwischen bei einigen angekommen sein. Neu ist hingegen der Carrotshop. Kurz umrissen: Der Carrotshop ist ein Non-Profit-Projekt, das durch die Schaltung von Online-Werbung Geld erwirtschaftet, um dieses dann zu 100% an Klimaschutz-Projekte weiterzuleiten. Initiiert wurde der Carrotshop von Mario Villavecchia Skrebba, Christian Atz und Daniel Heitz. Das Prinzip ist relativ simpel: Wer auf der Suche nach einem Online-Shop ist, schaut zuerst beim Carrotshop nach. Ist der gewünschte Shop dort vorhanden, klickt man einfach auf den Link zum Shop. Sofern man bei diesem Store etwas bestellt, zahlt der Online-Shop eine Provision an den Carrotshop.
Heute ist endlich der Relaunch meines Blogs von wordpress.com auf meinen eigenen Server über die Bühne gegangen. Das war längst überfällig, bietet doch ein selbst gehostetes Blog wesentlich mehr Freiheiten. Nach ein paar Kompatibilitätsproblemen beim Import der Artikel, hat sich alles zum Guten gewendet. Gewandelt haben sich hauptsächlich Optik und Technik. Denn inhaltlich bleibt alles beim Neuen.
Ich komme gerade von der Präsentation der “Studie über die ökologischen und ökonomischen Wirkungen eines nachhaltigeren Konsums in Deutschland”, die von der Initiative Mut zur Nachhaltigkeit in Auftrag gegeben wurde. Die Studie wird ab morgen verfügbar sein, ich gebe dann noch einen Link dazu an. Passend zu diesem Thema ist mir gerade der gut gemachte Animationsfilm der Studentin Lisa Stanzel über den Weg gelaufen. Ein kurzes Interview mit ihr findet Ihr übrigens bei go green or die.
Via: go green or die
Im Herbst 2010 veranstaltet die HTW Berlin in Zusammenarbeit mit der FH Hannover eine Konferenz zum Thema Innovation, interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Rolle, die Kreative darin spielen können. Im Rahmen dieser Konferenz erscheint das Magazin “Die Diagonale” mit Artikeln von unterschiedlichen Autoren. Ich habe mir in diesem Zusammenhang ein paar Gedanken zu umweltverträglichen Drucksachen machen dürfen. “Ordentlich Druck machen”: Ökologisches Drucken, Vorurteile und Fakten, wichtige Siegel, Initiativen und Selbstverpflichtungen sowie eine Checkliste für umweltverträgliche Drucksachen. Den Artikel, der in Zusammenarbeit mit Patrick Beser entstanden ist, gibt es vorab schon mal hier im Blog. Viel Spaß bei der Lektüre! Artikel “Ordentlich Druck machen” als PDF anzeigen.
Der Ende 2009 erschienene DVA Öko Guide Guide ist das umfangreichste Verzeichnis von umweltfreundlichen Design-Produkten, das ich in der Hand hatte. Präsentiert werden 1000 kaufbare Objekte aus den Bereichen Raumgestaltung, Möbel, Beleuchtung und Accessoires. Die einzelnen Produkte werden auf 352 Seiten mit Abbildungen, Kurztexten und Angabe der Bezugsquelle präsentiert. Erfreulich ist dabei, dass die Qualität der einzelnen Objekte unter der Menge nicht gelitten hat. Mehrere Icons zeigen die jeweilige Umweltverträglichkeit der Produkte (z.B. recycelt, regional, fair gehandelt, energiesparend oder biologisch abbaubar).
Log Bowl vom Loyal Loot Collective
Brust Chair von Oliver Tilbury
Desk von Arte Cuoio
Neben hochwertigen Designobjekten findet man in diesem Guide unter anderem auch Produkte, die man mit etwas handwerklichem Geschick auch gut selbst nachbauen kann. DVA Öko Design Guide bei Random House oder bei Amazon.
Gute Nachrichten aus Berlin. Robert Echtermeyer hat ich auf BerliNordik aufmerksam gemacht: BerliNordik – Forum for Sustainable Design- ist eine international agierende Plattform, die junge & talentierte Designer aus Berlin mit ihren Kollegen aus den Nordischen Ländern zum Thema der nachhaltigen Gestaltung zusammenbringt. Nach „bright green fashion“ und einem erfolgreichem Projektauftakt 2009 in Kopenhagen, bleibt BerliNordik 2010 in Berlin und lädt die Nordischen Partner in die Hauptstadt ein, bevor es ab 2011 weiter nach Island, Norwegen, Finnland und Schweden geht.
Mit der Ausstellung bright green design im Rahmen des DMY vom 8. bis 13. Juni 2010 präsentiert CREATEBERLIN in Kooperation mit dem IDZ (Sustainable Design Forum) junges und nachhaltiges Produktdesign aus Berlin und den Nordischen Ländern. Die Ausstellung wird nach ihrer Eröffnung wandern und an bis zu zwei weiteren Standorten im Rahmen des Projektes BerliNordik präsentiert.
Call for papers:
Gesucht werden Berliner Gestalterinnen und Gestalter aus den Bereichen Produkt- und Interieurdesign mit max. 5 Jahren Berufserfahrung, die mit ihren Produkten und Objekten zum Thema Nachhaltigkeit – und zwar in Idee und Entwurf, durch Material und Energieverbrauch, oder auch durch die Prozesse von Produktion, Gebrauch und Verwertung – zur Ausstellung beitragen.
Ausführlichere Infos zur Bewerbung gibts hier. Einsendeschluss: 23. April 2010. Einsendung per E-Mail an: berlinordik@create-berlin.de
BerliNordik: Website I Facebook
Via: Robert Echtermeyer
Ring frei für den zweiten KarmaKonsum Gründer-Award. Öko-soziale Existenzgründer können sich ab sofort bei KarmaKonsum bewerben und ein attraktives Dienstleistungspaket im Wert von 30.000 € gewinnen. Die Bewerbungsfrist ist der 25. April 2010. Zugelassen sind Gründungen, die innerhalb der letzten beiden Jahre gestartet wurden. Die Preisverleihung findet dieses Jahr wieder im Rahmen der KarmaKonsum Konferenz am 25. Juni 2010 ab 18:00 Uhr in Frankfurt am Main statt. Alle weiteren Infos gibt es auf der Award-Seite von KarmaKonsum.






















