Ich gestern einige spannende Geschichten, Projekte und Produkte auf der Utopia Konferenz eingepackt, fange aus aktuellem Anlass aber mit dem WWF-Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte 2010/2011 an. Der mobile WWF-Einkaufsratgeber ist seit heute verfügbar und hilft beim Einkauf die richtige Wahl zu treffen: Welche Fische man bedenkenlos einkaufen kann und welche sollte man derzeit lieber meiden? Die langjährige Übernutzung der Meere hat dazu geführt, dass mittlerweile 80% der weltweiten Fischbestände von Überfischung bedroht sind. Ich weiß ehrlich gesagt im Supermarkt (bis auf eine Orientierung am MSC Siegel) nicht bei allen Fischarten, ob diese nun gefährdet sind oder nicht. Das Angebot vom WWF ist da schon eine praktische Sache – wenn man ein Smartphone hat. Hier die URL für das mobile Angebot: fischratgeber.wwf.de Es geht aber auch ohne Smartphone: Alle Infos sind auch auf der Website und als PDF zum Download erhältlich.
Ich bin gerade auf der dritten Utopia Konferenz in der Malzfabrik und es gibt wie auch schon letztes Jahr einen Livestream. Wer das Geschehen verfolgen will, bitte > hier entlang.
Vorhin hatte ich noch das Vergnügen mich mit dem deutschen Schauspieler Hannes Jaenicke zu unterhalten. Checkt auch mal die Website zu seinen Filmen und Büchern: www.wut-allein-reicht-nicht.de Beeindruckend, was man als Schauspieler erreichen kann, wenn man sich denn nur engagieren will. Was mir besonders gefallen hat: Er nimmt kein Blatt vor den Mund und findet sehr deutliche Worte. Das Video werde ich dann in den nächsten Tagen nachreichen…
Nicht nur Unternehmen sondern auch deren Agenturen haben ihren Beitrag zu ehrlicher und transparenter Marken- und Produktkommunikation zu leisten. Das Thema Greenwashing wird in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach in den nächsten Jahren noch zunehmen. In letzter Zeit mussten wir das unter anderem verstärkt bei der Automobil- und Energiebranche feststellen. Die Bremer Managementberatung Brands & Values hat jetzt gemeinsam mit W&V Online eine Umfrage gestartet, um den aktuelle Status des Themas Nachhaltigkeit und dessen Bedeutung bei Verbrauchern und Werbungtreibenden abzubilden.
Aktivismus als Kommunikation: Es geht um Aufmerksamkeit – eine knappe Ressource im Kommunikationszeitalter. Guerilla-Marketing agiert präzise und kontextuell, riskiert und instrumentalisiert Illegalität, stört oder begeistert, dringt ein, überfällt, interveniert an unerwarteter Stelle, hinterlässt (s)eine Botschaft und verschwindet erkannt oder unerkannt – aber auf keinen Fall unbemerkt.
Der zweite Heldenmarkt lädt ein zu entdecken, wie sich verantwortungsvoller Konsum, Genuss und Freude an ästhetischer und technischer Kreativität im Alltag verbinden lassen. Auf circa 2000 Quadratmetern präsentieren über 70 Aussteller beim Heldenmarkt schöne, ungewöhnliche Produkte aus ausgefallenen Materialien. Sie zeigen innovative energieeffiziente Technik und informieren über Ressourcen schonende Produktion und fairen Handel. Workshops und Vorträge bieten Informationen zu verschiedensten Aspekten nachhaltiger Lebensweise. Bio-Catering sorgt für leckeres Essen, ausgewählte DJs und Live-Bands untermalen die entspannte Atmosphäre, und für Kinder gibt es wieder eigene Angebote. Der Heldenmarkt lädt ein zu entdecken, wie sich verantwortungsvoller Konsum, Genuss und Freude an ästhetischer und technischer Kreativität im Alltag verbinden lassen.
Das Buch “Die unbequemen Wahrheiten der Ökologie – Eine Nachhaltigkeitsperspektive für das 21. Jahrhundert” lässt sich gut innerhalb eines Tages lesen. Mit den Gedanken zu diesem Buch ist man allerdings etwas länger als einen Tag beschäftigt. Sie sind momentan irgendwo zwischen Ernüchterung, Ohnmacht, Mut und Zuversicht einzuordnen. „Nachhaltigkeit kann nur gelingen, wenn wir die Ökologie nicht verklären.“ Diese Ansicht vertrat Wolfgang Haber in der ersten Carl-von-Carlowitz-Vorlesung. Der Doyen der wissenschaftlichen Ökologie erteilt mystifizierenden Bildern vom Wesen des Menschen und der Natur eine klare Absage: Der Weg in eine nachhaltige Zukunft könne nur gelingen, wenn wir uns auf die Wirklichkeit besinnen und unseren Blick auf die Schlüsselprobleme des 21. Jahrhunderts richten – auf die Endlichkeit der Ressourcen und das immense Bevölkerungswachstum. Dies als äußere Bedingung menschlichen Handelns zu begreifen und zu akzeptieren, ist Teil der human-ökologischen Perspektive, mit der Wolfgang Haber an die Einsichten von Carl von Carlowitz anknüpft.
Für den Viral Video Award des 26. Internationalen Kurzfilmfestivals interfilm Berlin wurden knapp 500 Clips aus 38 Ländern eingereicht. Seit gestern sind die besten 21 nominiert. Die Themen der Spots sind vielfältig: Vom Werbeclip bis hin zu politischen Filmen aus den Bereichen Arbeitswelt, Klima, Überwachung, Rassismus, Glaubwürdigkeit und Kinder im Krieg. Bis zum 18. November können die Filme auf www.viralvideoaward.com angesehen und bewertet werden.
Netcycler ist ein finnisches Unternehmen, welches den gleichnamigen internetbasierten Tauschservice zum Wiederverwenden von gebrauchten Sachen betreibt. Die Plattform ermöglicht mit einem leicht zu bedienendem, aber ausgefeilten System den Nutzern mit ihren Wünschen und Angeboten zusammenzubringen. Auf diesem umweltfreundlichen sowie kostengünstigen Weg können NetcyclerInnen Gegenstände aus zweiter Hand gegen Ihre gewünschten Sachen eintauschen.
Anke hatte mir vor einiger Zeit geschrieben und mich auf ihre Diplomarbeit aufmerksam gemacht (Artikel hier). Sie hatte 310 Tipps und Ratschläge zusammengetragen, ausprobiert und in Buchform gebracht. Jetzt kam eine zweite Mail mit der Fortsetzung ihrer Geschichte. Sie hat ein Jahr lang nach einem passenden Verlag für ihr Buch gesucht und ist spätestens bei der Erwähnung der speziellen Bindung des Buches auf Ablehnung gestoßen. Ihre potentiellen Leser hingegen löcherten sie weiterhin mit Anfragen. Doch…
Sonntag ist der 10.10.2010 und zugleich der Global Day of Doing aka Global Work Party. 10:10 ist ein ehrgeiziges Projekt, das alle Bereiche der Gesellschaft um eine einfache Idee bündeln will: Wir alle verpflichten uns, ab 2010 zehn Prozent unseres Ausstoßes des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren und zusammenzuarbeiten – damit es kein leeres Versprechen bleibt. Mit den Aktionen am 10. Oktober soll gleichzeitig eine Botschaft an die Politik gerichtet werden: Get to work now! Schau auf die Aktionskarte von 350.org und such Dir ein Event in Deiner Nähe heraus!
Utopia lädt am 28. und 29. Oktober 2010 erstmalig für zwei Tage und bereits zum dritten Mal zur Utopia Konferenz in Berlin ein. Deutschlands größte Community für nachhaltigen Lebensstil bringt bei der Utopia-Konferenz jedes Jahr die wichtigsten „Changemaker“ aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien zusammen und lädt Top-Redner aus der ganzen Welt dazu ein, das Publikum mit Lösungsansätzen und frischen Ideen zum Wandel zu inspirieren.
















