Heute Abend, 22.00 Uhr im Südwestrundfunk: Erster Teil der Sendung Odysso. Thema: Die grünen Retter. Der zweite Teil folgt am 5. März, ebenfalls um 22.00 Uhr. Kurzer Trailer statt vieler Worte:
Via Utopia

3 Tage sind nun seit meinem Besuch auf der BioFach in Nürnberg vergangen. Was ist geblieben?
Zuerst einmal eine Messe, die in ihrem zwanzigsten Jahr wirklich gigantische Ausmaße angenommen hat. Die BioFach hat ihre Kinderschuhe längst ausgezogen und läuft inzwischen in großen Schuhen und auf internationalem Parkett. Denn neben der Messe in Nürnberg gibt es die BioFach inzwischen auch in Indien, China, Japan, den USA und Brasilien. Dass man von der ursprünglichen Aufstellung der Messe inzwischen nicht mehr viel sehen kann hat einige Besucher, die ich getroffen habe, erstaunt. Mich wundert es nicht, dass mit der Bio-Branche inzwischen richtig Geld verdient wird und auch konventionelle Lebensmittel-Hersteller auf den Zug aufgesprungen sind.
Ist das nun gut oder schlecht? In Hinsicht auf die Verbreitung der ökologischen Anbauweise von Lebensmitteln, der artgerechteren Tierhaltung und der Möglichkeit eine breitere Auswahl an Bio-Produkten zu erhalten, finde ich es erstmal begrüßenswert, dass Bio mehr und mehr zum Mainstream wird. Dass dabei allerdings auch negative Effekte, wie der zunehmende Import von Lebensmitteln aus anderen Ländern, entstehen, darf man nicht vergessen. Die Nachfrage nach Bio-Produkten ist inzwischen so hoch, dass die deutsche Landwirtschaft nicht mehr mit der Produktion nachkommt. In Hinsicht auf den transportbedingten CO2-Ausstoß keine wirklich erfreuliche Entwicklung. Bedenklich fand ich auch die Verpackungslösungen einiger Hersteller. In den Verpackungen stecken zwar Bio-Produkte drin, aber die Art und Weise wie diese verpackt sind, ist teilweise wenig ökologisch. Das fällt insbesondere bei Premium-Herstellern auf, die ihren Produkten neben einer Alu-Verpackung auch noch einen dicken bedruckten Karton verpassen, der in einigen Fällen nicht mal aus Recycling-Materialien besteht. Hier sind echte Alternativen gefragt und die gibt es inzwischen auch. Interessant war auch Halle 3 in der sich Aussteller präsentierten, die organic & fair-Produkte im Angebot hatten. Ein paar Eindrücke von der Messe und den Ständen gibt es hier.
Neben den Bio-Lebensmitteln hat mich insbesondere der Textilbereich interessiert. Dieser war relativ zentral gelegen, im Umfang allerdings (noch) relativ klein. Es war aber auch das erste Jahr, in dem Textilhersteller einen Platz auf der BioFach gefunden haben. Ich hoffe, dass der Bereich nächstes Jahr noch erweitert und dann vielleicht auch um ein paar Eco-Fashion Start-Ups bereichert wird. Bilder von der Textil Area gibt es hier.
Neben dem Messegeschehen habe ich mich gefreut bereits vor dem Bloggertreffen ein paar neue Menschen kennenzulernen. Die Offenheit und Bereitschaft zum Austausch finde ich immer wieder beeindruckend. Das Bloggertreffen am Freitag Abend, zu dem knapp 40 Blogger aus Deutschland und Österreich kamen, fand ebenfalls im Messezentrum der Messe Nürnberg statt. Besten Dank an die gute Organisation, die technische Infrastruktur während der gesamten Messezeit sowie Speis und Trank. Es war wirklich spannend einige Blogger persönlich kennenzulernen und einen “Offline-Austausch” zu führen. Mein Fazit: Eine durchweg gelungene Veranstaltung! Eine Liste der Teilnehmer des Bloggertreffens und eine Blogschau gibt es auf bloggertreffen.org. Danke noch mal an Michael Wenzl für die Einrichtung des Blogs.

KarmaKonsum verleiht dieses Jahr anlässlich der im Juni stattfindenden Konferenz erstmalig den KarmaKonsum Gründerpreis. Realisiert wird der Award in Kooperation mit der GLS-Bank und GreenVenture.net. Das Ziel des Awards ist es “Gründern im neogrünen und sozialen Markt eine fundierte Förderung zu ermöglichen, relevante Branchenkontakte herzustellen und ein attraktives Forum zu bieten.” Der Gewinner erhält ein Dienstleistungspaket im Wert von über 30.000 Euro, das sich aus verschiedenen Leistungen zusammensetzt. Die Teilnahmevoraussetzungen? Existenzgründer aus dem öko-sozialen Endkunden-Markt, die durch ihre Geschäftsidee Potenzial haben, die Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Die genauen Voraussetzungen findet man hier.
Wie geht es weiter? Vom 1. März bis zum 19. April läuft die Bewerbungsphase in der man seine Gründerskizze einreichen kann. Daraufhin wird die Jury Mitte Mai aus allen Bewerbungen fünf Finalisten auswählen. Die Finalisten werden dann zu einer persönlichen Präsentation Ende Mai / Anfang Juni eingeladen. Als Highlight steht dann die Preisverleihung am 19. Juni 2009 auf der KarmaKonsum Konferenz im Rahmen der Gala-Veranstaltung an.
Man munkelt ja, dass Peter Spiegel – naher Vertrauter von Muhammad Yunus und Leiter des Vision Summit – die Keynote für die Galaveranstaltung halten wird. Man darf gespannt sein!
Ich selbst beschäftige mich beruflich mit Marketingkommunikation und somit auch mit Werbung. An gewissen Stellen hört der Spaß aber auf. Die Irreführungen der Lebensmittelkonzerne sind zum Beispiel so ein Punkt. abgespeist.de – ein Informations- und Kampagnenportal von foodwatch – ruft jetzt zur Wahl der dreistesten Werbelüge auf. foodwatch verleiht dabei zum ersten Mal den “Goldenen Windbeutel” für die dreisteste Werbelüge. Eine prominente Jury hat aus den Produkten, die seit Kampagnenstart Ende 2007 auf abgespeist.de vorgestellt wurden, fünf nominiert. Ab sofort kann man entscheiden, wer die unrühmliche Trophäe überreicht bekommt. Auf der Seite von abgespeist.de gibt es auch weiterführende Informationen zu den einzelnen Lebensmitteln. 
Hier noch ein Video bei dem foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode und Moderator Tobias Schlegl dem Etikettenschwindel auf der Spur sind:
Zur Abstimmung geht´s direkt hier. Via Alles, was gerecht ist
Auf der BioFach habe ich Kirsten Brodde kennengelernt. Ich lese schon seit dem ersten Posting ihr Blog “Grüne Mode” und habe mich gefreut sie persönlich gesehen zu haben. Kirsten hat gerade ihr Buch “Saubere Sachen – Wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt” herausgebracht. Ich selbst habe es noch nicht gelesen, werde es mir jetzt aber direkt bei glore bestellen.
In Zusammenarbeit mit Utopia hat sich Kirsten neulich übrigens mit Michalis Pantelouris auf eine saubere Einkaufstour durch Hamburg begeben. Hier das Video dazu:
Das Buch kann man im Shop bei glore bestellen.
Hier noch ein paar Bilder aus den Messehallen der BioFach, die ich gestern aufgenommen habe. Da Flickr bei mir gerade streikt gibt´s die Bilder hier in der Galerie. Ich sitze gerade noch mit Frans Prins von Grass Routes bei einem Kaffee im Pressecenter Ost und fahre demnächst wieder zurück. Vom Bloggertreffen und der Messe berichte ich in Ruhe in den nächsten Tagen.
Ein paar erste Eindrücke von der Textil Area in meinem Flickr-Account.
Lese gerade noch den aktuellen Artikel bei Spiegel Online: “Trotz Finanzkrise: Biobranche wächst gegen den Trend”
Pünktlich zur BioFach hat sich bei den sympathischen Hamburgern von fairliebt einiges getan. Neben dem Relaunch der Website gibt es jetzt zusätzlich zu den Shirts eine eigene Linie mit Damenoberbekleidung. Titel der Frühjahr/Sommer Kollektion 2009: “Tropen, jetzt!” In Zusammenarbeit mit der Modedesignerin Katrin Rieber entstanden schlichte aber mit schönen Details versehene Röcke, Kleider und Oberteile. Die Bio-Baumwolle kommt aus der türkischen Ägäis (GOTS-zertifiziert) und wird in Hamburg verarbeitet.



Erfreulich ist auch, dass der Online-Shop erneuert wurde. Weitere Infos bei fairliebt oder auch auf im Blog bei korrekte-klamotten.de

Gestern Mittag bin ich in Nürnberg auf der BioFach angekommen. Um 14.00 Uhr stand als Erstes der Vortrag von Christoph über “Öko 2.0 – Die Verbrauchermacht aus dem Internet” auf dem Programm.

Anschließend blieb vor dem Utopia-Treffen im Parkcafé gestern Abend nur noch wenig Zeit durch die Messehallen zu laufen. Das wird jetzt direkt nachgeholt bevor heute Abend um 18.00 Uhr dann das Bloggertreffen stattfindet. Momentan sitze ich im komfortablen Pressecenter der Messe Nürnberg. Besten Dank für die freundliche Unterstützung an die Messe Nürnberg!

Neben den Jungs von KarmaKonsum sind seit gestern schon Kirsten Brodde, Frans Prins, Milo Tesselaar, Philipp Glöckler, und einige Vertreter von korrekte-klamotten.de hier.
Das ZDF startet während der Fastenzeit eine neue Reihe in der über Menschen berichtet wird, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen. ”Was tun Sie für die Zukunft?” Diese Frage stellen Reporter des ZDF Menschen in Deutschland. Die Reporter reisen dabei zu Menschen, die mit ihren Ideen etwas bewegen wollen. Die Ergebnisse können jeweils sonntags um 9:02 Uhr in der Sendung “Sonntags – TV fürs Leben” gesehen werden. Alternativ: sonntags um 13:30 Uhr im ZDF Infokanal und montags um 12:15 Uhr bei 3sat.
Das Projekt wird von Diskussionen im Internet und einem Blog der Reporter begleitet, in dem man unter anderem weitere Zukunftsmacher vorschlagen kann. Vorschläge können alternativ per Mail an: zukunftmachen@zdf.de geschickt werden.
Hier die Übersicht der bisherigen Beiträge auf der Seite des ZDF.
Quelle: dwdl.de

Es war nur eine Frage der Zeit wann carrotmob nach Deutschland kommt. So wie es aussieht ist die Frage für Berlin jetzt geklärt. Melle und Phillip (von ecofashionjunkies) starten voraussichtlich im Mai 2009 in Kreuzberg einen carrotmob.
Weitere Infos gibt es demnächst hier, direkt per E-Mail über carrotmobberlin@gmail.com oder in der Facebook-Gruppe.
Wie das Ganze im März letzten Jahres in San Francisco aussah, kann man sich noch mal hier ansehen.

Da ich mich selbst noch nicht dem Twitter-Wahn hingegeben habe, geht dieser Kanal ab und zu an mir vorbei. Den Hinweis auf das heute stattfindende Twestival muss ich dennoch loswerden. Denn die Idee über Twitter gemeinsame Sache zu machen und Spenden über dieses neue Medium zu generieren ist ziemlich spannend. Heute wird weltweit in über 100 Städten ein Twestival stattfinden, um die Twitter Community zusammenzubringen und Spendengelder zu gewinnen. Die Twestivals werden zu 100 % von freiwilligen Helfern organisiert und somit sollen auch 100 % der Spenden an das Projekt “charity: water” fließen. Beim heutigen Twestival geht es um das Thema Trinkwasser. Alle weiteren Infos auf der Seite von Twestival oder bei charity: water.
Das Projekt kann man unterstützen, indem man direkt über Twitter spendet, sich zu einem der Twestivals begibt (in Deutschland momentan: Hamburg, Berlin, Frankfurt, Mannheim, Hannover, Karlsruhe, München und Würzburg) oder an einer der anderen Online-Spenden-Aktivitäten teilnimmt.
Link zum Twestival I Link zum Projekt charity: water
Via: Osocio Agenda

















